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Mai 2007

Artikel, sortiert nach Datum

24.05. Leserbrief: Betr. Dietwegtrasse

Leserbriefe

Betr.: Dietwegtrasse

Es wird schon bitter gewesen sein, wenn Kai-Markus Schenek bemerken musste, dass der Herr Staatssekretär Hillebrand zu viel versprochen hatte und die Zahlen zur Dietwegtrasse nicht richtig im Griff hatte. So hat er in seinem Leserbrief im Wochenblatt geschrieben: Und zweitens hat Herr Hillebrand zu keiner Zeit und nirgendwo je behauptet oder geäußert, die Dietweg-Trasse entlaste die Reutlinger Innenstadt um 50 000 Fahrzeuge.

Leider steht dem das Schwäbische Tagblatt vom 5. März 2007 entgegen, in welchem Wolfgang Alber über die »Ja zur Dietwegtrasse-Aktion« der CDU schreibt: »Stadtverbandschef und Staatssekretär Dieter Hillebrand trug Argumente für Tunnel und Trasse vor: Er sei der felsenfesten Überzeugung, dass die Innenstadt und ihre Bewohner dadurch von Lärm und Feinstaub entlastet, dass von 70 000 Fahrzeugen am Tag 50 000 abgezogen werden könnten.«
Da hatte Herr Hillebrand auf Sand gebaut.

Allerdings scheint Kai-Markus Schenek selber Probleme mit großen Zahlen zu haben, wenn er von 500 Millionen Euro für die Stadtbahn schreibt und dabei den Eindruck erweckt, diese Kosten seien, vergleichend mit dem Scheibengipfeltunnel, nur für Reutlingen bestimmt. Die 500 Millionen Euro für die gesamte Stadtbahn Neckar-Alb erreicht 770 000 Menschen zwischen Sigmaringen, Albstadt, Tübingen, Reutlingen, Rottenburg, Münsingen und Metzingen und umfasst alle drei Landkreise Reutlingen, Tübingen, den Zollemalbkreis und sogar noch einen Teil des Landkreises Sigmaringen. In Reutlingen liegen die Infrastrukturkosten, wenn alle Strecken im Stadtgebiet realisiert werden, bei zirka 50 Millionen Euro.
Es wäre sehr erfreulich, wenn sich Staatssekretär Hillebrand als Mitglied der Landesregierung dafür einsetzen würde. So könnte er nachhaltig etwas für die weitere Verkehrsentlastung Reutlingens tun. Andere Regionen sind uns dabei um Jahre voraus.

Andreas Linsmeier, Reutlingen

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24.05. Rechts und Links der Wilhelmstr.

Ausgang ist offen:

Totgesagte leben bekanntlich länger. Ob diese Weisheit auch auf die Reutlinger Dietwegtrasse zutrifft, wird sich an diesem Donnerstag im Gemeinderat zeigen. Dann muss der Rat darüber abstimmen, ob er die Millionen teure Zufahrtstraße zum geplanten Schei-bengipfeltunnel beerdigt oder aber ob er die Planungen weiter verfolgen will. Wie berichtet hatte ein unabhängiger Gutachter mit schlüssigen Zahlen belegt, dass die Trasse durch ein Naherholungsgebiet keineswegs den Verkehr aus der Innenstadt abhalten würde. Eine Entlastung dort fände somit kaum statt. Wohl aber in der Oststadt von Reutlingen. Vor allem aber nutzt sie den Stuttgartern, um ihnen eine schnellere Durchfahrt durch Reutlingen zu ermöglichen. Ob dafür das viele Geld dann vielleicht doch zu schade ist, wird sich im Gemeinderat erweisen. Der Ausgang der Abstimmung ist offen.

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