Startseite | Impressum und Haftungsausschluss | Sitemap

"Der Ermstalbote" 24.11.2006

LESERBRIEF:
Nur Variante "Vollüberdeckelung" zulassen


ZUR BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS VERKEHRSPROJEKT DIETWEGTRASSE
UND DIE SICH DARAUF ERGEBENDEN KONSEQUENZEN FÜR DIE NORDRAUM-ANWOHNER.

Nun ist die Katze aus dem Sack! Dank der Berichterstattung der lokalen Presse über den Sachstand zur Dietwegtrasse aus dem Baureferat ist nun auch öffentlich klar: Die Stadtverwaltung will keine Vollüberdeckelung der Dietwegtrasse oder diese - aus Kostengründen - zumindest massiv aufweichen.
Das war aktuell zu lesen: " ... Es sei beabsichtigt, nach einem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats mit den Varianten Einschnitt, Vollüberdeckelung und Grünbrücken ins Bebauungsplanverfahren einzusteigen. ..."

Noch im September 2005 äußerte sich Baubürgermeisterin Ulrike Hotz auf eine Frage im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss (BVUA) wie folgt: Edeltraut Stiedl hatte in der Sitzung noch eine spezielle Frage. In Orschel-Hagen liefen Gerüchte um, dass die Dietweg-Trasse als Teil der Umfahrung Reutlingens nicht überdeckelt werden soll. Baubürgermeisterin Ulrike Hotz darauf hin: "Mir sind keine Überlegungen bekannt, dass die Dietwegtrasse nicht überdeckelt werden
soll."
An dem jetzt genannten Kostenbereich von 23 bis 36 Millionen Euro für die neue Trasse kann man erkennen, dass die Stadtverwaltung bereits erste Kostenschätzungen für die billigeren Varianten - ohne Deckel - durchgeführt hat.
Für die überdeckelte Version bei der Dietwegtrasse werden, aufgrund der verschärften Tunnelsicherheitsmaßnahmen, eventuell noch höhere Kosten entstehen. Die Stadt Reutlingen muss davon, Mittel des Landes aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG-Mittel) vorausgesetzt, etwa 40 Prozent aufbringen.

Das sind dann schnell über 14 Millionen Euro.

Im übrigen fehlen diese Landesmittel dann im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der aktuell ohnehin an massiven Kürzungen leidet.
Die Stadtverwaltung wäre sehr "schlecht aufgestellt", wenn sie tatsächlich mit den drei Varianten in das Bebauungsplanverfahren gehen würde.
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates. Sie alle möchte ich an Ihre vielfach dokumentierten Aussagen wie "Dietwegtrasse ja - aber nur mit Deckel" erinnern und sehr nachdrücklich darum bitten, bereits beim Grundsatzbeschluss zur Aufnahme der Planungen, nur die Variante "Vollüberdeckelung" zuzulassen!

Alle Anwohner des Dietwegs sollten die Sache ab sofort sehr aufmerksam verfolgen.

Andreas Frosch, Reutlingen