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April 2007

Artikel, sortiert nach Datum

04.04. Reutlingen muss auch die Folgekosten tragen

Straßenbau - Land sieht keine grundsätzlichen Hindernisse für Bau der Dietwegtrasse in städtischer Regie

Reutlingen muss auch die Folgekosten tragen

REUTLINGEN. Das Land sieht keine grundsätzlichen Hindernisse für einen Bau der Dietwegtrasse in Regie der Stadt Reutlingen, aber mit Zuschüssen aus dem Fonds zu Finanzierung von Ortsstraßen. Voraussetzung aber sei, dass Reutlingen auch die Folgekosten »freiwillig und auf Dauer« übernehme, heißt es in der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im baden-württembergischen Parlament.

den vollständigen Artikel können Sie hier lesen....(externer Link)
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04.04. Auch der Sondelfinger Rat passt auf

Dietwegtrasse ~ Auch der Sondelfinger Rat passt auf

»Ortsdurchfahrt mit prüfen«

REUTLINGEN-SONDELFINGEN. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgen auch Bürger und Bezirksgemeinderat in Sondelfingen die wieder akut gewordene Diskussion um Scheibengipfel-Tunnel und Dietwegtrasse, zumal der Ort von beiden Bauvorhaben mehr oder weniger direkt betroffen ist. Bei der Einwohnerfragestunde und in öffentlicher Sitzung des Rates wurde deutlich, dass in Sondelfingen ein enger Zusammenhang gesehen wird zwischen den Straßenneubauten und der Ortsdurchfahrt.
Bezirksbürgermeister Werner Schenk hatte auf Anfrage betont, er und der Ortschaftsrat müssten und wollten zunächst die einschlägigen Verwaltungsvorlagen abwarten, um sie dann in öffentlicher Sitzung zu diskutieren. Aus dem Rat kam die Anregung, bei geplanten Verkehrszählungen und entsprechenden Gutachten die Situation der Ortsdurchfahrt mit untersuchen zu lassen.
Es gebe auch Anträge, bestehende Verkehrswege wie die Roanner Straße in überarbeitete Pläne einzubeziehen und alternative Trassenführungen zu prüfen. Die Planunterlagen des Regierungspräsidiums Tübingen zum aktuellen Stand der Tunnel- und Dietweg-Absichten sind von 16. April bis 15. Mai im Reutlinger Rathaus ausgelegt, Anregungen und Bedenken können bis zum 29. Mai eingereicht werden. Darauf wies Bezirksbürgermeister Schenk in seinen Mitteilungen nachdrücklich hin. flb)

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13-04-2007 Dietweg kann warten

Dietwegtrasse kann warten

REUTLINGEN. Nach der Feststellung eines von der Stadt beauftragten Gutachters, der den Gesamtverkehrsplan aus dem Jahr 1998 mit Blick auf den Scheibengipfeltunnel ergänzt hat, kann aus der geplanten Dietwegtrasse keine wesentliche Entlastung des innerstädtisehen Verkehrsnetzes abgeleitet werden. Dies berichtet das »Reutimger Blatt«.
Wenn Entlastung, dann bezieht sie sich auf das Hauptstraßennetz wie Schieferstraße oder B 28. Planung und Realisierung der Dietwegtrasse sollten deswegen nicht vordringlich betrieben werden. Allenfalls sollte die Trasse »optional« und längerfristig in die Planungen der Stadt aufgenommen werden.
In Sachen Scheibengipfeltunnel belegt der Ludwigsburger Gutachter Professor Gunter Kölz allerdings die Entlastung der Reutlinger Innenstadt vom Schwerverkehr. »Die Qualität der Verkehrszusammensetzung« werde verbessert. Die Stadtverwaltung will in der kommenden Woche im Anschluss an die Beratung im Bauausschuss über die Aussagen des Gutachtens und die eigenen Schlussfolgerungen berichten. (GEA)

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16.04. "Nicht mehr erträglich"

Verkehr - Hildebrand für Tempolimit auf der B 28

Nicht mehr erträglich

REUTLINGEN. Soll das Tempo auf der vierspurig ausgebauten Bundesstraße 28 zwischen Reutlingen und Metzingen teilweise begrenzt werden? Wenigstens zwischen dem Verkehrsknoten Efeu und der Ortstafel der Kreisstadt könnte die Höchstgeschwindigkeit auf 80 festgesetzt werden, schlägt der Landtagsabgeordnete Dieter Hildebrand vor und hat sich mit diesem Vorschlag an das Regierungspräsidium Tübingen gewandt. Der CDU-Politiker beruft sich auf Beschwerden der Anwohner im Burgholz und Efeu, aber auch die Freie Evangelische Schule, die am Königsträßle sitzt und offenbar viel Krach abbekommt.
Hildebrand schreibt an Regierungspräsident Hermann Strampfer: »Eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung würde letztlich auch die Verkehrssicherheit erhöhen«, aber die Lärmbelästigung sei ohnehin »nicht mehr erträglich«. So sei es in der Schule bei allen in Richtung B 28 ausgerichteten Räumen unmöglich, während des Unterrichts die Fenster zu öffnen, (eg)

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21-04-2007 1. Seite

AUS DER REGION

Dietwegtrasse fraglich


REUTLINGEN.
Noch ist das aktuelle Gutachten der Planungsgruppe Kölz nicht öffentlich. Aber es besagt, dass die Entlastung des Innenstadtverkehrs durch die umstrittene Dietwegtrasse gering wäre.

Seite 13

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21-04-2007 Kommentar

KOMMENTAR
Dietwegtrasse

Die Chance nicht auslassen


VON JÜRGEN KEMPF

Die CDU tat sich schwer mit den Aussagen des Gutachtens Kölz. Sie will jetzt noch einmal die Verfasser des Generalverkehrsplans hören, bevor sie über den Vorschlag der Verwaltung entscheidet. Das kann nicht verwundern, denn keine andere Fraktion im Gemeinderat hat sich in den vergangenen Monaten so stark für die Realisierung der Dietwegtrasse eingesetzt.
Das war auf den ersten Blick richtig. Auf den zweiten Blick - und zwar in den besagten Generalverkehrsplan - wäre aber deutlich geworden, dass die Entlastungswirkung der Dietwegtrasse für die Innenstadt eher marginal ist. Die neuen alten Erkenntnisse können nun dazu führen, dass Reutlingen eine erhebliche Menge Geld einspart.
Die Grünen sind schon früher auf den Dreh mit der Dietwegtrasse gekommen und haben wie die Fraktion »WiR« gegen die Aufnahme der Vorplanungen gestimmt. Sie werden letztendlich in dieser Sache Recht bekommen.
Nicht Recht haben sie allerdings in Bezug auf den Tunnel. Der bringt für die Oststadt und auch für die Innenstadt eine erheblich Entlastung, die noch ausbaufähig ist. Auf den zugunsten der Stadtbahn zu verzichten, wäre* mehr als fahrlässig. Diese steht derzeit nur auf dem Papier. Der Tunnel ist baureif und wird möglicherweise in diesem Jahr im Bundeshaushalt bereits anfinanziert.
Juergen.kempf @ gea.de

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21-04-2007 »Keine zwingende Abhängigkeit«

Verkehr - Noch wird das Gutachten von Professor Kölz zu Tunnel und Dietwegtrasse unter Verschluss gehalten

»Keine zwingende Abhängigkeit«
von Jürgen Kempf

REUTUNGEN. Die neue »gutachterliche Stellungnahme« der Planungsgruppe Kölz aus Ludwigsburg zum Scheibengipfeltunnel und insbesondere zur zweifelhaften Entlastungsfunktion der Dietwegtrasse (der GEA. berichtete) wird der Öffentlichkeit weiter vorenthalten. Eine Pressekonferenz der Stadt, die auf den Mittwoch dieser Woche angesetzt war, wurde abgesagt. Es besteht noch Informationsbedarf bei einigen Fraktionen. Die Verfasser des Generalverkehrsplans und auch ein Vertreter des Regierungspräsidiums sollen nichtöffentlich Stellung zu den Zahlen nehmen.
Vor dem Hintergrund, dass das Kölz-Gutachten in seinen Grundlinien auf den Inhalten des Generalverkehrsplans von Retzko und Topp basiert, wird die Aussage der Grünen bei der Diskussion über die Aufnahme der Vorplanungen verständlich. Sie waren nämlich der Meinung, dass die zweifelhafte Wirkung der neuen Straße für die Entlastung der Innenstadt sich bereits aus dem fast zehn Jahre alten Generalverkehrsplan herauslesen lasse.

Abweichungen absolut

Bestandteil des Kölz-Gutachtens sind auch Untersuchungen des Büros Schönfuß, das 2005 im Auftrag des Tiefbauamts eine Verkehrs Untersuchung in Sachen »Umgehungsstraße Scheibengipfeltunnel« ausgearbeitet hat und das neue Erkenntnisse zu den absoluten Verkehrsmengen:gebracht hat.
Wie Kölz feststellt, weichen die Prognosewerte des Generalverkehrsplans für 2010 »erkennbar« von der Schönfuß-Prognose für das Jahr 2020 ab. Sind es nach Reizko und Topp auf der Dietwegtrasse im Jahr 2010 rund 17 000 Fahrten pro Tag, so sind es laut Schönfuß in 13 Jahren nur etwa 16 000 (kurz nach dem Knoten Sondelfingen) und 8 000 (im überdeckelten Bereich).
Und auch die Verkehrsmengen für den Scheibengipfeltunnel reduzieren sich nach Schönfuß von 27 600 auf 23 300 (mit Dietwegtrasse) beziehungsweise von 27000 auf knapp 20000 (ohne Dietwegtrasse).
Ausschlaggebend für die neuen Prognosewerte sind Veränderungen in den Parametern Bevölkerungs-, Beschäftigungs- und Auspendlerzahlen, die Schönruß neueren Erkenntnissen ange-passt hat, wobei Bevölkerungs- und Beschäftigtenzahl geringer ausfallen.
Allerdings bleibt der Kern der Aussage des Generalverkehrsplans von 1998 durch das Schonfußwerk unberührt, genauso wie das Verhältnis der Verkehrsmengen zwischen den einzelnen Straßen.
Der Scheibengipfeltunnel samt Dietwegtrasse bringt zwar eine erhebliche Entlastung für die Oststadt und wird auch »wesentliche Teile des Schwerlastverkehrs« anziehen, er wird aber für den innerstädtischen Hauptverkehrszug Karlstraße, Wandel-Knoten, AOK-Knoten, Lederstraße, Am Echazufer nur eine relativ geringe Entlastung bringen, die vor der Alten Feuerwache, wo die Luftmessstation steht, mit Dietwegtrasse sogar noch etwas höher ausfällt.

»Bemerkenswert« erscheine auch, heißt es im Kölz-Gutachten, dass der Tunnel mit 20 000 Kfz-Einheiten pro Tag (ohne Dietwegtrasse) »noch deutliche Reserven bei einem zweispurigen Querschnitt hat.« Diese Leistungsreserven »könnten zu einer weiteren städtebaulichen Aufwertung der Innenstadt beitragen«, schreibt Kotz.

Die Wirksamkeit und Notwendigkeit des Scheibengipfeltunnels würde auch durch die neuen Prognosezahlen deutlich. Anders sehe es bei der Dietwegtrasse aus. Angesichts der marginalen Be- und Entlastungswirkungen bestehe »keine zwingende Abhängigkeit für einen Realisierungszusammenhang beider Maßnahmen«. So folgt der Beschlussvorschlag, der dem Gemeinderat derzeit auf dem Tisch liegt, auch der Empfehlung von Kölz. sich erst einmal auf den Scheibengipfel zu konzentrieren und die Dietwegtrasse nur langfristig weiter zu verfolgen. (GEA)


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28.04.2007 Gepl. Trasse wirklich lebensfeindliich

Geplante Trasse „wirklich lebensfeindlich“

Umweltzerstörend, lebensfeindlich, sinnlos.
Mit diesen Attributen wurde vor 15 Jahren die damals geplante , und Bürgerinitiative sei Dank, (auch?) nicht realisierte Sondelfinger Nord-Ortsumfahrung im GEA charakterisiert.

Und das gilt heute genauso für die geplante Dietwegtrasse (ob offen oder gedeckelt): Acht Hektar zum Großteil landwirtschaftlich genutzter Fläche für eine Abkürzung ovn 1,5 Kilometern zu opfern, ist umweltzerstörend (der Vergleich bezieht sich auf die Alternative Rommelbacher-/Schiefer-/Stuttgarter-Straße; die andere Alternative B28/B312 vom Nordraum her ist ist sogar kürzer/schneller).

Wenn dabei auch noch ein Naherholungsgebiet zwischen vier Ortsteilen draufgeht und ein monströses Brückenbauwerk in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern entstehen soll, so ist das wirklich lebensfeindlich.

Und das der Plan noch sinnloser ist als der vor 15 Jahren, hat jetzt das Kölz-Gutachten (GEA vom 21. April) deutlich gemacht: „Eine wesentliche städtische Verkehrsentlastung ist nicht zu erwarten“, weswegen er rät, die Planung auf Eis zu legen (damals wäre wenigstens eine gewisse Entlastung der Ortsdurchfahrt zu erhoffen gewesen).

Als viertes Attribut kommt nun noch das „Geld verschwendend“ hinzu: anders kann man die an Reutlingen hängen bleibenden Baukosten von circa 20 Millionen Euro und jährlichen Folgekosten bis zu 1 Million Euro (Finanzierungs-, Rücklagen- und Betriebskosten) nicht nennen.

Ob da die CDU, vorneweg mit ihrem Staatsekretär Hillebrand, immer noch behaupten mag, „nur so (mit der Dietwegtrasse) kann eine vernünftige Verkehrsführung lauten (GEA vom 3 März)?

Pikanterweise sagt das jener Hillebrand, der sich vor 15 Jahren als aktives Mitglied unserer Bürgerinitiative gegen obige Nord-Ortsumfahrung stark gemacht hat. Wäre er nicht vor einigen Jahren von Sondelfingen-West (dem am meisten betroffenen Ortsteil) weggezogen, er wäre bestimmt auch in unserer jetzigen Bürgerinitiative aktiv (so überlässt er dies jetzt seinen ehemaligen Nachbarn) ...

Wie dem auch sei, das Gutachten könnte der CDU einen Rückzug ohne Gesichtverlust ermöglichen – winken doch auch tolle Geschenke: fürs Erste die 250 000 Euro, die für die Planung im neuen Haushalt schon eingestellt waren ...

Dr. Dieter Armbruster, Reutlingen-Sondelfingen

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28.04. Das krasse Gegenteil von Bürgerbeteiligung

„Das krasse Gegenteil von Bürgerbeteiligung“

In unserem Reutlingen wird von der Verwaltung viel von der wichtigen Bürgerbeteiligung geredet. Wie sagte doch OB Barbara Bosch anlässlich ihrer Halbzeitbilanz im März: „Die Bürgerbeteiligung zahlt sich aus. Es ist in unserem Haus Alltag geworden, die Bürgerschaft anzusprechen und um ihre Meinung zu bitten. Wir machen keinen Straßenabschnitt mehr, ohne vorher mit den Anwohnern auf der Straße zusammenzustehen und zu erklären, was wir vorhaben. Da bin ich stolz drauf.“

Nun sollte aber zu jeder ernstgemeinten Bürgerbeteiligung immer zuerst die umfassende Information, die detaillierte Sachdarstellung für alle Bürger gehören. Das war und ist bei den Planungen, den Beratungen für die sog. „Dietwegtrasse“ aber leider völlig anders! Die Vorplanungen seit 2003 bis zum Grundsatzbeschluss am 21. Dezember 2007 fanden sogar größtenteils unter Ausschluss der Gemeinderatsgremien statt. Diese mussten sich, nach mehreren vergeblichen Versuchen, im Februar mit einem Antrag nach §24 Absatz 3 der Gemeindeordnung die Einsicht in die Planungsunterlagen erzwingen.

Ihre Zustimmung zum übereilten Grundsatzbeschluss im Dezember begründeten viele Gemeinderäte mit dem folgenden Argument: „Erst wenn der Grundsatzbeschluss gefasst ist können die Bürger umfassend informiert werden und die Desinformation hat ein Ende“. Seit dem Grundsatzbeschluss gab es aber weder von der Verwaltung noch vom Gemeinderat detaillierte Informationen für die Bürger. Dabei ist die breite Öffentlichkeit sehr stark an Informationen über das Projekt interessiert. Dies zeigte sich nicht zuletzt bei den immer bestens besuchten Informationsabenden der Bürgerinitiative „Keine Dietwegtrasse“.

Und nun berichtet seit dem 12. April die örtliche Presse mehrfach über neueste Entwicklungen aus der Verwaltung und dem Gemeinderat. Demnach soll ein neues Verkehrsgutachten von der Planungsgruppe Kölz existieren, was die Verwaltung zu einer Verwaltungsvorlage veranlasst hätte. Die Stadt sagte eine, für den 18. April geplante Pressekonferenz kurzfristig ab und laut Presse wird in dieser Sache weiter „nicht öffentlich“ beraten.

Es ist das gute Recht der Gemeinderatsgremien Vorberatungen „nicht öffentlich“ durchzuführen. Wenn nun aber die gesamte lokale Presse die neuesten „nicht öffentlichen“ Unterlagen kennt und darüber ausführlichst berichtet, die Beratungen aber „nicht öffentlich“ weitergeführt werden, ist dies für uns Bürger in keiner Weise nachvollziehbar! Das ist das krasse Gegenteil von Bürgerbeteiligung! Und darauf kann in einem Reutlingen nach KUK niemand stolz sein!

Andreas Frosch , Reutlingen

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